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  Rede von Dr. Wolfgang Schneider,
Vice President Governmental, Environmental and Legal Affairs
Ford of Europe, anlässlich der Pressekonferenz zur
"Eco-Driving Kompakt"-Initiative am 23. April 2002 in Berlin
 
     
 

Sehr geehrter Minister Bodewig,
sehr geehrter Herr Werber,
meine Damen und Herren,

als die Eco-Driving-Initiative vor vier Jahren begonnen und vor gut zwei Jahren mit unseren Partnern vom DVR und dem Bundesverband der Fahrlehrerverbände offiziell gestartet wurde, haben wir meist nur ein Lächeln geerntet. Die Teilnehmer wollten vor dem Training einfach nicht glauben, dass sie bei konsequenter Beachtung der vermittelten Tipps ihren Treibstoffverbrauch um durchschnittlich 25 Prozent senken können. Inzwischen hat sich aber nicht nur diese Tatsache herumgesprochen, sondern auch, dass diese Initiative - anders als manche fadenscheinigen Hilfsmittelchen - durch wissenschaftlich Evaluierung sorgfältig vorbereitet war und weiterhin begleitet wird. Beispielsweise ist Ford Eco-Driving das einzige Fahrökonomietraining, das auf seine psycholgische Langzeitwirkung hin untersucht und optimiert wurde.

Darüber hinaus finden sowohl "Ford Eco-Driving" als auch das daraus entwickelte "Ford Eco-Driving Kompakt" im realen Straßenverkehr und nur mit speziell geschulten Fahrlehrern statt, so daß den Teilnehmern eine reale und damit viel anschaulichere Präsentation der Eco-Driving Tipps geboten werden kann. Es handelt sich also um ein Hoch-Qualitätsprogramm, in das von Ford bisher immerhin auch eine halbe Million Euro investiert wurde.

Inzwischen können wir sagen, dass das Eco-Driving bereits eine Tradition hat und von mehr als 1.500 Autofahrern in Anspruch genommen wurde. Gerade dieses Prädikat birgt aber immer auch die Gefahr in sich, dass man sich auf Lorbeeren ausruht. Genau das haben wir nicht getan. Vielmehr präsentieren wir jetzt mit der "Kompakt-Variante" eine Weiterentwicklung des erfolgreichen Programms an. Mit der bisherigen Form des vierstündigen Trainings in Gruppen haben wir verschiedene Zielgruppen vom "Normalfahrer" über Firmenflotten und Berufskraftfahrer bis hin zu "Train-the-Trainer-Seminaren" für Fahrlehrer erreicht und damit eine Breitenwirkung erzielt, die auch durchaus erwünscht war. Mit dem Kompakt-Training wollen wir nun nicht in die Tiefe gehen, sondern wir komprimieren und intensivieren Trainingsinhalte und -form.

Wurden die Inhalte bisher innerhalb von Gruppen vermittelt, so kann man das neue Angebot auf die Kurzformel "3 x 1" bringen. Das neue, in sich geschlossene Training dauert eine Stunde, in der ein Teilnehmer von einem Trainer individuell gecoacht wird. Dabei wird dieses Angebot eine sinnvolle Ergänzung zum bisherigen Eco-Driving-Training sein, das wir weiterhin anbieten, und zwar in Kooperation mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat und der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände.

Meine Damen und Herren, diese erprobte Kompakt-Version des Ford Eco-Driving geht heute an den Start. Etwa 500 Fahrlehrer stehen dafür zunächst bereit. Wir von Ford werden dieses sinnvolle Angebot unterstützen, indem wir in zahlreichen deutschen Städten insgesamt 1.000 Gutscheine an Teilnehmer verlosen - und zwar mit Ihrer Hilfe. Dabei werden wir bei speziellen Events mit lokalen Zeitungsredaktion, Hörfunk- und TV-Stationen zusammenarbeiten. Mit diesem Sponsoring wollen wir helfen, das Programm so bekannt zu machen, dass möglichst viele Interessenten den Weg zum Profitrainer in den Fahrschulen finden. Allein hier in Berlin werden wir 200 Gutscheine verschenken.

Wer sich bisher noch nicht mit den Inhalten des Eco-Driving-Programms befasst hat, dem mag der vom DVR veranschlagte Preis von 60 Euro relativ hoch erscheinen. Dem kann man aber eine recht einfache Rechnung gegenüber stellen. Ein Beispiel: Ein durchschnittlicher Autofahrer, der im Jahr rund 12.000 Kilometer fährt und dank des Gelernten seinen Kraftstoffkosten um 25 Prozent senkt, spart in einem Jahr rund 250 Euro. Das heißt, die 60 Euro holt er in weniger als einem Vierteljahr, also nicht einmal in drei Monaten, wieder herein. Eine griffige Faustregel hieße also: "Im Frühjahr trainieren, ab Sommer kassieren". Ich wünschte, alle Investitionen bei Ford würden sich so schnell amortisieren.

Das Engagement von Ford für dieses besondere Fahrökonomietraining ist aber auch ein Beispiel für unser bürgerschaftliches Engagement. Das bedeutet: Wir wollen unserem Kunden nicht nur ein Auto verkaufen. Wir wollen mit diesem Eco-Driving Kompakt-Engagement auch kein Geld verdienen. Vielmehr wollen wir als weltweit tätiges Unternehmen im Rahmen unseres bürgerschaftlichen Engagements dazu beitragen, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Projekte zu unterstützen, an denen nicht nur unsere Kunden, sondern die ganze Gesellschaft teilhaben und davon profitieren können.
Die gesellschaftlichen Vorteile von "Eco-Driving" und "Eco-Driving Kompakt" liegen dabei auf der Hand:

· Man spart im Durchschnitt 25 Prozent Kraftstoff ein. Das entlastet, wie Herr Zimmermann schon erwähnte, das Portemonnaie.

· Man senkt den Geräuschpegel des Autos erheblich.

· Man fährt sicherer und gelassener. Das Unfallrisiko sinkt erheblich. Es stimmt also, Herr Minister: Gelassen läuft's.

Zudem haben die Auswertungen der Trainings ergeben, daß sie die Teststrecke, die ein Mix aus Stadt, Landstraßen und Autobahn ist, in nahezu der gleichen Zeit absolvieren können. Würde jeder Autofahrer in Deutschland die Tipps von "Eco-Driving" befolgen, würde das zu einem theoretischen Reduktionspotential von 25 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr führen. Dieses hätte zwei große Vorteile: Aus ökologischer Sicht würde die enorme CO2-Einsparung unsere Umwelt signifikant entlasten und dazu beitragen, dem drohenden Klimawandel Einhalt zu gebieten. Aus politischer Sicht ergäbe sich der Vorteil, daß der Bundesverkehrsminister so mit Leichtigkeit die zusätzliche Einsparung von 15 - 20 Millionen Tonnen CO2 aus dem Verkehrssektor im Rahmen des nationalen Klimaschutzprogrammes erreichen würde. Damit hätte er und auch wir eine große Sorge weniger.

In diesem Zusammenhang erwähne ich hier gern noch einmal, dass wir bei Ford sehr stolz darauf sind, dass die Umweltorganisation der Vereinten Nationen, das United Nations Environment Programme, kurz: "UNEP", der Eco-Driving-Initiative der Ford-Werke AG im vergangenen Jahr seine ausdrückliche Zustimmung erteilt hat, weil es nicht nur das Erlernen eines möglichst kraftstoffsparenden - und damit auch umweltbewussten - Fahrstils unterstützt, sondern darüber hinaus auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität darstellt.

Dies, meine Damen und Herren, ist für uns Ansporn genug, diesen wichtigen Baustein unserer Selbstverpflichtung, nachhaltige Mobilitätslösungen zu entwickeln, auch in Zukunft zu fördern.

Darüber hinaus würde es Ford auch sehr begrüßen, wenn sich andere Partner unserer Eco-Driving-Initiative anschließen würden, oder wenn es dem Bundesverkehrsminister gelänge, unter Mitarbeit der Automobilindustrie und der Verbände eine Dachkampagne zu starten, die in Deutschland für eine noch größere Aufmerksamkeit und Verbreitung der offensichtlichen Vorteile dieser Fahrweise werben soll. Ford wird Sie, Herr Minister Bodewig, bei einem solchen Vorhaben jedenfalls tatkräftig unterstützen.

Vielen Dank.

 
     
 

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